Dienstag, 27. Januar 2009
Dienstag, 13. Januar 2009
Listen to ... Rainald Grebe
Bei mir schafft Rainald Grebe genau das, was er will! Ich weiß echt nicht ob weinen oder lachen soll!
Mittwoch, 7. Januar 2009
Tim Pritlove und sein neues Projekt

Mein Lieblingsmoderator Tim Pritlove hat ein neues Projekt aus dem Boden gestampft. Letztes Jahr hatte er noch für eine kleine Geldspritze geworben, um Chaos Radio Express auf einem neuen Level fortzusetzen. Kurz vor Weihnachten hat er nun auf seinem Blog bekannt gegeben, dass er noch was neues im Petto hat. Er macht nun für die Gesellschafter.org einen neuen Podcast. Im neuen Format soll vor allem die Gesellschaft im Zentrum stehen. Wer also an den gesellschaftlichen Themen von CRE Spaß gefunden hat, der sollte sich dieses Projekt mal zu Gemüt führen. Die 3. Folge beschäftigt sich mit der Utopie. Tim hat hier auch einen renommierten Gast gefunden: Mathias Greffrath
Wirklich hörenswert! Von Thomas Morus, Bakon und Since Fiction...
Nachtrag: Am Ende des Podcasts stellt Mathias Greffrath eine interessante Beobachtung zur Disskusion: Die Computerisierung unserer Gesellschaft beraubt die Arbeiterklasse ihrer politischen Partizipation, da sie keine ökonomische Macht mehr ausüben. Alles was sie tun, kann mit relativ wenig Aufwand durch Software ersetzt werden.
Das erklärt doch mal die Krise unseres politischen Systems. Ohne den ökonomischen Einfluss der "Linken" (Richtung nicht die Partei) ist die Demokratie des Wirtschaftswunders nicht denkbar.
Dienstag, 6. Januar 2009
Back to Linux! .... yeah baby
Dan Gillbert über happiness
Dan Gillbert spricht zu Beginn seines Talks über den präfrontalen Cortex. Dieser Teil der Großhirnrinde gibt dem Homo Sapiens die Möglichkeit, Erfahrungen zu simulieren. Dieses Simulationssystem stellt einen zentralen Teil des menschlichen Motivationssystems da. So glauben wir z.B., durch einen Lottogewinn glücklicher zu werden, als wir es jetzt sind. Und wir gehen davon aus, dass wir nach einem Autounfall, den wir nur mit Querschnittslähmung überlebt haben, unglücklicher sind. Dieses Denken steht aber im Kontrast zu den von Gillbert gewonnen Daten: Beide Gruppen sind gleich happy.
Als nächstes spricht Gillbert über happiness. Er differenziert den Begriff von happiness weiter in
- natural happiness
- synthetic happiness
Die erste Form erreicht man, "wenn man kriegt was man will", die zweite, "wenn man nicht kriegt was man will" und sich danach selbst betrügt. In unserem psychologischen Apparat scheint aber eine ganze Fülle von Instrumenten vorhanden zu sein, die diese letzte Form von happiness erzeugen. Hier kommt er zum für mich interessanten Punkt: In unserer Gesellschaft wird so getan, als wäre die erste Form von "Glück" besser als die zweite.
Man belächelt denjenigen, der sich mit seinem Schicksal arrangiert. "Genau, du hast gar nicht so viel mit ihr gemeinsam..." oder "Du wolltest den Job ja auch gar nicht...". Jeder von uns hat sich schon mal in so einer Situation befunden.
Zum Schluss spricht er noch ein von ihm gemachtes Experiment mit Havard-Studenten an: An der Universität bot seine Forschungsgruppe einen schwarz-weiß-Fotografie-Kurs an. Die Studenten machten einige Bilder und sollten sich am Schluss zwei aussuchen, von denen sie in der Dunkelkammer ein großes Foto im Posterformat entwickelten. Danach wurden sie vor die Entscheidung gestellt, welches der beiden Bilder sie behalten wollen und welches an eine "Kontrollbehörde" geschickt werden soll. Hierbei wurden die Studenten in 2 Gruppen aufgeteilt.
Die erste Gruppe sollte sich sofort zwischen den beiden Bildern entscheiden. Die zweite Gruppe hatte hierfür 4 Tage zeit. Die Ergebnisse sind erstaunlich. Gruppe 1 war im nachhinein viel glücklicher mit ihren Bilder, als Gruppe 2. Diese vom Zweifel Geprägten zerbrachen sich auch als die Frist verstrichen war immer noch den Kopf drüber, ob sie richtig gehandelt hatten.
Einer dritten Gruppe wurde vorher gestattet, zwischen den beiden Optionen (sofort Entscheiden oder 4 Tage Bedenkzeit) zu wählen. Rund zwei drittel wählten die Bedenkzeit. Eine Entscheidung, die sie nicht glücklich machen würde.
Genau nach diesem Schema handelten wir, so Gillbert, viel zu oft.
Mein Senf
Ich schwanke noch immer, was ich von diesem Talk halten soll. Sein Vortragsstil macht mich ein bisschen nervös. So soll ein Mensch aussehen, der den Weg zum Glück gefunden hat? Auf der Bühne auf und ablaufend wie ein Tiger und mit einer solchen Aggressivität in der Stimme? Er scheint mir nicht grade der erleuchtete Buddha zu sein.
Was er berichtet, kann ich durch eigene Erfahrung untermauern. Dennoch gefällt mir sein Ansatz irgendwie nicht.
So ist es zum Beispiel unglaublich schwierig, dem nachzuspüren was er happiness nennt. Freude scheint mir als zu schwach (man bedenke er sieht in happiness den wesentlichen Motivationsapparat für Menschen). Glück scheint also für die Übersetzung das Wort der Wahl zu sein. Mir fällt es sehr schwer, das was er sagt mit dem Glücksbegriff zu identifizieren. Sein einziges Mittel festzustellen, ob jemand glücklich ist scheint darin zu bestehen, die Person danach zu befragen.
Ich will hier nicht über empirischer Psychologie schreiben (obwohl ich das wohl mal machen sollte...), aber dennoch sollte mein prinzipielles Misstrauen gegen die positivistische Psychologie erwähnt werden.So umwerfend und neu, wie er seine Erkenntnisse präsentiert, sind sie aber bei weiten nicht:
Der Volksmund sagt schon:
Das bringt, finde ich, alles auf den Punkt was er sagt. Interessant wird es allerdings, wenn er diese Gedanken in den Kontext des Marktes stellt. Dreht man ein bisschen an seinen Formulierungen, so kann man aus ihnen lesen: Der Markt ist so aufgebaut, dass er seine Konsumenten unglücklich macht. Denn nur die Illusion, durch etwas glücklich zu werden erzeugt diese unbändige und notwendige Nachfrage.
Hier musste ich ja sofort an fight club denken. Es ist genau das Credo des Films. Ob Gillbert auch die Ansichten des Una-Bomers teilt? Ich weiß ja nicht....
Montag, 5. Januar 2009
For the First time
cout << "Hallo Welt!" << endl;
Mit diesen Worten erkläre ich meinen eigenen Blog für eröffnet! Ich habe schon einige Monate mit dem Gedanken gespielt, mein Gedankengut in die Welt zu posaunen. Nun ist es endlich soweit:
Lahnlife, der Blog, erblickt das Licht der Welt!
Ich bin mir noch sehr unsicher, wie ich meinen eigenen Blog verstehen soll. Folglich ist auch noch nicht ganz klar, welche Themen ich hier wie abhandeln will. Ich freue mich aber über Kritik und Anregungen (ist ja auch das Kernelement von web 2.0). Also keep on posting...